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Wo sind die Frauen???

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Mattes75
(@mattes75)
Mitglied Moderator

Jetzt redest du aber ganz viele Frauen richtig schlecht! „Nicht in die Wiege gelegt“. Ich kenne so viele Frauen die das Gegenteil beweisen. Aber da liegt ja wieder eins der Probleme. Frauen werden selbst vom eigenen Geschlecht kleingeredet. Da steht „Frau“ sich zu oft selber im Weg. Zum speziellen Fall SCP.

Christoph Strässer oder Frank Westermann wären die letzten, die eine geeigneten weiblichen Kandidaten z.b. den Weg in den Aufsichtsrat oder eine andere Position „blockieren“ würden. Im Gegenteil, sie würden ganz sicher dabei helfen. Und bei der Suche nach Mitgliedern, ich bleib mal beim AR, sucht man ganz sicher nicht nach Geschlecht, sondern nach Kandidaten(innen) die so nen Job überhaupt machen wollen und dann noch etwas mitbringen was dem SCP auch nützen kann. Wie gesagt, machen, nicht immer so viel diskutieren oder lamentieren.  

 

Das Erphoviertel --- Hier schlägt das Herz des Fußballs!

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Veröffentlicht : 24/09/2020 12:40 pm
Charly Boettcher
(@charly-boettcher)
Neu

@mattes75

Wie gesagt, da unterscheiden sich unsere Ansätze eindeutig.
Für mich gilt - oder Mein Wort zum Sonntag:

Wenn ein Ziel erstrebenswert ist (und das wäre für mich eine stärkere weibliche Präsenz beim SCP), der Weg dorthin aber sehr steinig ist, sollte so viel Hilfe wie möglich (vom Staat, der Gesellschaft, dem SCP...) angeboten werden.

Für dich und 4400 scheint eher die Devise zu gelten: da muss jede(r) individuell mit klar kommen.

Und ich erspar dir jetzt (oder auch nicht), dass in einer demokratischen Gesellschaft Platz für diverse Meinungen sein sollte!;-))))))))

 

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Themenstarter Veröffentlicht : 24/09/2020 1:05 pm
4400
 4400
(@4400)
Stammgast

Ich komme doch nochmal zurück und steige doch nochmal ein, weil es einfach Spaß macht darüber zu diskutieren.

 

Wie stellst Du Dir das denn vor? Was sollte der Staat, die Gesellschaft und / oder der Verein denn tun, dass eine Frau Jugendtrainerin, Aufsichtsratsmitglied oder Präsidentin wird?

Damit wäre man ja bei der Diskussion inwieweit die Politik in die Lebenswelt der Bürger eingreifen darf, soll und muss. Da bin ich tatsächlich der Meinung, dass das in weiten Teilen heute zu weit führt. Aber das führt vom Thema weg.

Die heutige Gesellschaft neigt einfach dazu alles gleichschalten zu wollen. Auch die Geschlechter. Aber das geht nicht.

Nochmal die Geschlechter sind einfach verschieden! Ob man will oder nicht. Seit der Steinzeit! Das liegt einfach in den menschlichen Genen!

Ein Großteil der Jungen rauft einfach lieber als ein Großteil der Mädchen. Und ein Großteil der Mädchen ist einfach sozialkompetenter als ein Großteil der Jungs. So what?

Damit will ich nicht sagen, dass es nicht auch Mädchen gibt, die raufen oder umgekehrt. Aber es geht doch um Statistik was öfter auftritt und was somit als „normal“ gilt. Und das etwas nicht „normal“ ist, gilt in der heutigen Gesellschaft dann direkt als Beleidigung. Auch so ein Quatsch. Übertrieben große, kleine, dicke, dünne, behinderte Menschen sind halt nicht normal. Rein von der Statistik. Das meine ich auch in keiner Form beleidigend oder diskriminierend. Er ist ganz schlimm und abstoßend Menschen, jedweder Hautfarbe, Geschlecht, Religion, Behinderung oder einfach nur wegen der Zahnspange, oder einen Punk mit grünen Haaren (der dadurch eben nicht "normal" ist und bewußt aus der Norm fällt und fallen will) zu diskriminieren. Das geht gar nicht!!! Gut, ausnahmen sind selbstverständlich Menschen mit Armina Bielefeld Dauerkarte...

Aber wir sind nun mal nicht alle gleich. Das muss man akzeptieren, um unser unterschiedlich sein akzeptieren zu können. Und somit dann doch wieder alle Menschen gleich behandeln zu können und zu wollen. Frauenquoten z.B. machen aber wieder Unterschiede.

Und es erfordert genauso Mut und Rückgrat von einem Jungen der Balletttanzen will, sich gegen sein Umfeld durchzusetzen, wie es den Mut erfordert, wenn eine Frau Schiedsrichterin oder Vereinspräsidentin vom SC Preußen werden will. Trotzdem hilft da nur machen. Was soll der Staat, die Ballettschule oder der Fußballverein da machen? Wir sind doch schon eine wahnsinnige bunte, aufgeklärte, und tolerante Gesellschaft.

Nochmal Charly Boettcher, es kann nicht sein, dass eine Frau bei gleicher Leistung schlechter entlohnt wird, als Ihr männlicher Kollege. Da muss die Politik und die öffentliche Debatte ran, keine Frage, aber was nun ein Viertliga Fußball Verein dafür kann, dass keine Frauen in Gremien sitzen, erschließt sich mir immer noch nicht.

Wie Matthes schon sagte, sind Herr Strässer und Herr Westermann (habe beider mal persönlich kennenlernen dürfen) keine Proleten und Machos die nicht mit einer Frau zusammenarbeiten wollen würden.

Ich verstehe es immer noch nicht.

Und zu Deinem Vorwuf an Mattes75: Wo hat er sich denn undemokratisch in der Diskussion geäußert? Läuft doch alles sehr respektvoll ab hier.

Noch eine Frage: Ich gehe davon aus, dass Du eine Frau bist, oder?

 

 

 

 

 

 

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Veröffentlicht : 24/09/2020 2:54 pm
Charly Boettcher
(@charly-boettcher)
Neu

@4400

Lieber 4400,

Tut mir leid, dass ich da einen wunden Nerv bei dir getroffen hab. Das Thema scheint dich ja wirklich zu bewegen (beunruhigen?).

Über Gottgegebenes und Gene, Umwelteinflüsse und Sozialisation hab ich leider nicht die Muße, mit dir zu diskutieren. Mir gings nur um die Präsenz von Frauen beim SCP...

Du kannst gern in alten/neuen Feinbildern denken, aber du bist doch nicht auf den Kopf gefallen (hoffe ich):

„Wie stellst Du Dir das denn vor? Was sollte der Staat, die Gesellschaft und / oder der Verein denn tun, dass eine Frau Jugendtrainerin, Aufsichtsratsmitglied oder Präsidentin wird?“

Meine Antwort: ein wenig Fantasie benutzen! Weißt du, was Hertha BSC getan hat, als Bibiana Steinhaus ihr erstes Spiel pfiff? Es wurden Tausende von Freikarten an Mädchen verteilt - eine super Aktion!

Und ich bin sicher, dass Mattes (dem ich übrigens überhaupt nichts vorgeworfen habe) recht hat, wenn er glaubt, dass Strässer und Westermann eine Frauen-Kandidatur nicht „blockieren“ würden. Aber das ist eine reaktive „Hilfe“. Beim SCP sollte das Thema proaktiv angegangen werden. Westermann und Strässer (und 4400 und Mattes) sollten  Frauen ganz konkret auffordern, sich einzubringen. Sie sollten Aktionen entwickeln, wie Mann Frauen und Mädchen für den Fußball und speziell für den Verein gewinnen kann. Und vielleicht kommt dann mehr dabei heraus als ein Satz im Leitbild...

Höchst aufschlussreich deine Frage am Schluss, welchem Geschlecht ich angehöre - die Interpretation dieser Frage überlasse ich gern anderen. Nur so viel: möchtest du mich gern in einer Schublade platzieren??? Vielleicht bin ich einfach nur ein Balletttänzer...

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Themenstarter Veröffentlicht : 24/09/2020 4:16 pm
4400
 4400
(@4400)
Stammgast
Veröffentlicht von: @charly-boettcher

@4400

Lieber 4400,

Tut mir leid, dass ich da einen wunden Nerv bei dir getroffen hab. Das Thema scheint dich ja wirklich zu bewegen (beunruhigen?).

Aus Deiner ganzen Antwort spricht eine gewisse - sagen wir mal - schärfe, was ich wirklich für unangebracht halte. Mich beunruhigt, das Thema in keinsterweise. Im Gegenteil. Finde es ganz spannend. Habe großen Respekt vor Frauen im allgemeinen und starken Frauen im besonderen.

Aber diese Feindseligkeit Deinerseits zwischen den Zeilen lässt mich hier auch endgültig zum Ende kommen.

Schönen Abend und Stößchen...

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Veröffentlicht : 24/09/2020 4:52 pm
la fleur
(@la-fleur)
Neu

Moin in die Runde,

interessantes Thema, bei dem ich meine bescheidene Sichtweise gerne einmal dazu geben möchte, auch wenn ich hier eigentlich nur lese und so gut wie null schreibe. Ich glaube die Positionen sind in der Frage, ob Frauen in Führungspositionen dem SCP gut tun würden, gar nicht so weit auseinander. Es geht eher darum, inwieweit ein Einstieg für Frauen überhaupt möglich ist und ob Barrieren hinsichtlich der Chancen existieren.

@4400: Ich verzichte mal auf das Zitieren einzelner Abschnitte deiner Aussagen und versuch so mal auf deine generelle Perspektive zu antworten. Auf der einen Seite hast du natürlich recht, wenn du sagst, dass Männer und Frauen grundverschieden sind und daraus unterschiedliche Lebensläufe resultieren, weil die Gegebenheiten das nicht hergeben. Damit betrachtest du allerdings nur das biologische Geschlecht, um das es hier aber glaub ich gar nicht geht oder gehen soll. Es geht doch nicht darum, eine ganze Gesellschaft gleichschalten zu wollen. In unserer westlichen Gesellschaft (und zweifelsohne auch in anderen Gesellschaften) existieren halt nicht nur biologische Unterschiede zwischen Mann und Frau, sondern die Kategorisierung in Mann und Frau führt zu unterschiedlichen sozialen Positionen. Das ist historisch gewachsen heute immer noch stark erkennbar. Du hast es selbst schon angesprochen: Frauen verdienen weniger, Frauen haben schlechtere Chancen auf dem Arbeitsmarkt, weil sie die Kinder gebären, Mattes bzw. Charly sprechen kollektive Stereotypen von Frauen an. Das hat doch nichts damit zu tun, dass es zwei biologisch verschiedene Geschlechter sind, sondern einfach, dass die Frau historisch gesehen den Kürzeren gezogen hat und unser gesellschaftliches System von struktureller Diskriminierung geprägt ist. Allein diese Tatsache anzuerkennen und als Mann auch mal seine privilegierte Position zu hinterfragen wäre schonmal ein erster Schritt zur Gleichberechtigung. Du sprichst Männer an, die es schwer haben, in vermeintlichen Frauenberufen zu arbeiten. Der Vergleich hinkt einfach, weil der gemeine westliche Mann eben nicht permanent von sexistischer Diskriminierung betroffen ist.

Wenn wir versuchen, das jetzt auf den SCP zu übertragen, sieht es doch folgendermaßen aus: Auch der Verein oder die KGaA ist eine Domäne, die von (alten weißen) Männern geprägt ist. Sich in diesem Kontext als Frau zu behaupten, ist unfassbar schwierig. Das Bild, was Charly im Einganspost geteilt hat, gibt das doch wunderbar wieder. Ich denke halt, dass eine Frau nicht einfach hingehen kann und sich für einen Posten zur Verfügung stellt. Die Hürden sind im Männerfußball einfach zu hoch.

@Mattes: Ich glaube auch nicht, dass Strässer und Westermann sich dagegen stellen würden. Gerade das letzte Statement vom Strässer hat für mich so eindrucksvoll gezeigt, dass soziale Verantwortung weit oben auf der Agenda des Vereins steht. Und dazu zählt eben auch, die Geschlechtergerechtigkeit anzugehen und was dafür im Verein zu tun. Da sollte der Verein selbst aktiv werden. Mal ganz abgesehen davon bin ich der Meinung, dass eine Frau dem Verein in jeglicher Hinsicht gut zu Gesicht stehen würde und wir alle davon massiv profitieren würden.

Peace, love and harmony

 

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Veröffentlicht : 24/09/2020 6:26 pm
Lassie
(@lassie)
Neu

Ganz feines Thema für ein Fußball Forum, würde mich gerne konstruktiv einbringen, lass ich aber lieber.

Kann da nur den 69er zitieren, lass ich aber lieber. 

Weitermachen... 

 

 

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Veröffentlicht : 24/09/2020 8:06 pm
Knauerpauer
(@knauerpauer)
Stammgast

Das urprüngliche Thema, das Anmahnen eines vielleicht sogar rein strategischen Öffnens des SCP für die andere Hälfte der Bevölkerung, passt gut in ein Preußen-Forum. Für die anschließenden Reaktionen kann Charly Boetcher ja nichts.

Einen mach ich noch. (T. Knauer)

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Veröffentlicht : 24/09/2020 9:06 pm
Standfussballer
(@standfussballer)
Stammgast
Veröffentlicht von: @charly-boettcher

.. Beim SCP sollte das Thema proaktiv angegangen werden. Westermann und Strässer (und 4400 und Mattes) sollten  Frauen ganz konkret auffordern, sich einzubringen. Sie sollten Aktionen entwickeln, wie Mann Frauen und Mädchen für den Fußball und speziell für den Verein gewinnen kann. ...

Und das wäre vermutlich einfacher, wären aktive Fussballerinnen im Verein.

"Jede Unterdrückung - sei es Sexismus, Rassismus, Antisemitismus - lebt davon, dass sie für die Nicht-Betroffenen unsichtbar ist." Marina Weisband

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Veröffentlicht : 25/09/2020 9:44 am
Peppi
(@peppi)
Stammgast

Frage in die Runde: Lt. einer Info hat es beim SC Preußen Ende der 80er mal Frauenfußball gegeben, kann mich daran aber so gar nicht erinnern. Kann dazu jemand etwas sagen?

#preussendamals
Was? Wann? Wo?

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Veröffentlicht : 29/01/2021 9:51 am
4400
 4400
(@4400)
Stammgast
Veröffentlicht von: @steinfurterscp06

Zum Thema Frauenfußball beim SCP kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Dabei geht es mir nicht darum das Frauen beim SCP keinen Platz haben dürfen, sondern einfach nur um diesen befremdlichen Gedanken der Grünen, sich wieder in Dinge einzumischen, die Vereine viel besser selber regeln können. Die WN hat heute hierzu einen wirklich guten Artikel in ihrer Ausgabe dazu verfasst. Und gut war auch darin zu lesen, wie der Nachbarverein Borussia Münster über einen solchen Vorschlag denkt. Dort gibt es eine Mädchen- und Damenabteilung bereits. Wie schwierig es ist, Mädchen zum Fußball zu bringen, wird dort sehr nachvollziehbar und plausibel erklärt. Und nicht umsonst hat der SCP seine schon mal existierende Damenmannschaften beim Verband wieder abgemeldet. Von den Preußen wurde dann noch angemerkt, dass die bereits existierenden Mannschaften im Jugendbereich heute schon Probleme haben, ausreichend Trainings- und Spielfelder zu finden. So werde ja jetzt schon nach Coerde und Gievenbeck ausgewichen. 

Danke Steinfurter. Genauso sehe ich es auch. Und genau das meint ich auf den letzten 1-3 Seiten dieses - schon älteren - Threads. Die (politische) Forderung von außen, dass ein Verein sich im Frauensport (oder auch in Sportart XY) engagieren soll ist hanebüchend. Sowas entsteht organisch von unten, von der Basis und kann nicht übergestülpt werden. Schon gar nicht von Außen. Eine Sparte im Frauenfußball (oder auch einer Sportart) setzt ja auch erstmal eine Infrastruktur - und ehrenamtliches Engagement voraus.

Passiert ja auch desöfteren bei größeren Stadtteilvereinen wie TUS Hiltrup oder Westfalia Kinderhaus von Menschen die  "Randsportarten" in dem Verein betreiben wollen. Wenn die Infrastruktur es zulässt und diese Sportler Engagement, Zeit und Herzblut mitbringen, kann man halt ne Rhönrad Abteilung beim TUS HI aufbauen, wenn dann Trainer und Sportler mit Know How zur Seite stehen, ist das doch prima.

Frauenfußball beim SC Preußen etablieren zu wollen, hilft den Sportlerinnen aber in keinster Weise, eher würde es funktionierende Infrastrukturen des Münsteraner Frauenfußballs (bei Borussia, Blau Weiß Aasse, in Mecklenbeck etc.)  zerstören. Hätte der SCP jetzt sensationelle Trainingsbedinungen / Umkleidekabinen etc. und ein Nachbar Verein z.B. Borussia würde die Anlage mit der Frauenabteilung nutzen und könnte so ein perspektivisch Teil des SC Preußen werden, wäre das auch nochmal etwas anderes. Aber doch nicht andersherum.

Für mich ist das ein "grüner" Vorschlag änlich wie bei gewissen ökologischen Themen der eigentlich eine gute Sache unterstützen soll, die Maßnahme aber völlig das Ziel torpediert.

 

 

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Veröffentlicht : 03/02/2021 12:18 pm
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