Danilo Wiebe muss den SCP verlassen

Danilo Wiebe muss den SCP verlassen

8. Juni 2019 0 Von Carsten Schulte

Diese Personalie ist schon etwas bitter. Danilo Wiebe wird beim SC Preußen Münster keinen neuen Vertrag erhalten. So teilte es der Klub am Pfingstsamstag mit. Nach vier Jahren endet Wiebes Zeit in Münster.

Wie es beim SCP heißt, habe man sich in der Personalie Zeit gelassen, aber am Ende die Entscheidung fällen müssen: Angesichts der engen Kadergrenzen habe man den Fokus anders setzen müssen. Für Wiebe war da kein Platz mehr, sein auslaufender Vertrag werde nicht verlängert. Nicht ausdrücklich formuliert, aber klar: Das klare Vertrauen, dass Wiebe nach rund 13 Monaten Verletzungspause (Außenbandanriss) wieder zu alter Form zurückfinden würde, war so nicht mehr da. Und schon im Vorjahr hatte der SCP mit Benjamin Schwarz einen ähnlichen Spieler im Kader, der nach langer Pause am Ende kein echtes Comeback mehr feiern konnte. Die Angst vor einem belegten Kaderplatz ohne Einsatzgarantie war dann wohl doch zu groß – obschon Ex-Trainer Marco Antwerpen die Reha von Wiebe mit viel Lob begleitet hatte und ihn zum Saisonende auch schon wieder in den Kader und zu zwei Einsätzen gebracht hatte.

Im Sommer 2015 wechselte Danilo Wiebe vom 1. FC Köln II an die Hammer Straße. Der damals 21-Jährige galt (und gilt noch immer) als hochveranlagter Spieler. Aber in vier Jahren kamen am Ende „nur“ 58 Drittligaspiele für Wiebe zusammen. Auch wegen seiner bitteren Verletzungsgeschichte.

Danilo Wiebe. Foto: Schulte

Schon sein Wechsel aus Köln zum SCP war damals zumindest keine ganz einfache Sache. In Köln hatte er ein halbes Jahr gefehlt wegen einer Adduktorenverletzung. Und auch beim SCP fiel er in der ersten Saison direkt für insgesamt drei Monate aus – wegen immer anderer Verletzungen. So kam er am Ende nur auf 21 Spiele.

So richtig nachhaltig kam Wiebe nie in Fahrt. Auch seine zweite Saison begann denkbar ungünstig: Wegen eines Muskelfaserrisses fehlte er in der Sommerpause, verpasste direkt den Saisonstart und kam unter Ex-Trainer Horst Steffen überhaupt erst nach vier Spieltagen zum Einsatz. Es folgten kurze Serien mit Startelf-Einsätzen, dann wieder Partien ohne Einsatz.

„Wir bedanken uns bei Danilo für sein sportliches Engagement und seine professionelle Einstellung. Darüber hinaus genießt er auch auf menschlicher Seite eine hohe Wertschätzung bei uns. Wir wünschen ihm alles Gute für seine Zukunft“ (Malte Metzelder)

Im Grunde ging das auch in seinem dritten Jahr so weiter. Startelf-Einsätze zum Saisonbeginn, dann mal gar nicht im Kader, dann mal 90 Minuten, dann nur auf der Bank. Ein ständiges Hin und Her. Erst der Trainerwechsel zu Marco Antwerpen brachte Wiebes persönlichen Durchbruch. Die Winterpause nutzte Wiebe, um sich zu präsentieren – und prompt bekam er Einsatzzeiten. Plötzlich war er da. Vier Spiele über 90 Minuten mit teils starken, souveränen Leistungen im defensiven Mittelfeld. Und dann kam Magdeburg. Preußens 1:3-Niederlage war Wiebes persönliches Aus. Nach 42 Minuten musste er mit einem Außenbandanriss raus und arbeitete sich mit enormem Einsatz zurück.

Nun ist seine Zeit beim SCP beendet.

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